Fragen & Antworten

Was ist wichtig für die Kostenerstattung ?

  1. Sie kontaktieren mich und ich erfrage Ihr Anliegen, sowie persönliche und krankengeschichtliche wichtigen Daten.
  2. Sie erhalten von mir einen individuellen Therapie- und Kostenplan.
  3. Zusätzlich können Sie ein Formular „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ von Ihrem Arzt ausfüllen lassen. Einen PDF Ausdruck finden Sie unter Service.
  4. Alle Unterlagen reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein und warten eine schriftliche Kostenzusage ab.
  5. Wenn die Kostenzusage vorliegen, vereinbaren Sie einen Termin mit mir zum Erstgespräch.
  6. Am Ende der ernährungstherapeutischen Maßnahme, spätestens jedoch nach 6 Monaten, erhalten Sie von mir eine Rechnung.
  7. Sie bezahlen diese Rechnung bei mir und erhalten eine Empfangsbestätigung.
  8. Die Rechnung und Empfangbestätigung reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein und der zugesagte Betrag wird Ihnen überwiesen.

Wann ist eine künstliche Ernährung sinnvoll?

Unter „Künstliche Ernährung“ versteht man

a) die parenterale Ernährung, d.h. eine chemisch hergestellte Flüssigkeit, die direkt in die Blutbahn abgegeben wird. Dazu muss ein direkter Zugang zu dem Blutgefäß vorliegen, oft ist das die Unterschlüsselbeinvene. Diese Form der Ernährung ist nötig, wenn der Körper keine Verdauungs-Aufgaben mehr übernehmen kann, beispielsweise ausgeprägte chronisch entzündliche Darmerkrankungen, bei Folgen eine Chemo- oder Strahlentherapie.

b) enterale Ernährung, d.h. eine Sondenkost die getrunken werden kann oder aber über die Nase oder den Magen per Sonde einfließt. Bekannt ist die PEG = perkutane endoskopische Gastrostomie. Unter die Haut(= perkutan) wird endoskopisch (über einen geführten Schlauch) eine Öffnung in den Magen (Gasstrostomie) geschaffen.  Diese Form der Ernährung ist geeignet zu Langzeitversorgung.

Für beide Ernährungsformen sind unbedingt die Leitlinien der DGEM zu beachten, da eine vorliegende Patientenverfügung oder die Frage, ob diese Ernährungsform zur Verbesserung des Krankheitsbildes beiträgt, je nach Sachlage unterschiedlich zu bewerten sind.

http://www.dgem.de/material/pdfs/12%20Ethik%20und%20Recht.pdf

Ernährungsprotokoll

Warum soll ich ein Ernährungsprotokoll führen?

Die Ernährungsberaterin kann aus einem Ernährungsprotokoll ablesen, ob Sie sich ausgewogen ernähren oder ob Sie in der Nährstoffzufuhr unter- oder überversorgt sind. Zudem bekommt die Beraterin einen Eindruck von Ihren Essgewohnheiten und kann die späteren Empfehlungen darauf abstimmen. Beispiel: Im Protokoll wählen Sie keinen Fisch aus, somit ergibt sich die Frage: „Mögen Sie keinen Fisch?“

Für Sie selbst bietet das Ernährungsprotokoll die Möglichkeit die eigene Wahrnehmung zu schärfen und im Verlauf der Beratung die Fähigkeit Verbesserungen an der Stelle vorzunehmen, die Sie verändern müssen.

Für eine bariatrische Operation innerhalb der Adipositastherapie verlangen die Krankenkassen das Führen eines Ernährungsprotokolls von 4-7 Tagen.

Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung

Brauche ich eine Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung?

Zur Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse nach §43 SGB V therapeutischer Einzelberatung füllt der behandelnde Arzt Ihnen eine Notwendigkeitsbescheinigung aus. Er beführwortet die Ernährungsberatung, liefert relevante Zusatzinformationen wie Begleiterkrankungen, Medikationen usw. Weiter kann der Arzt einen Abschlussbericht der Ernährungsberaterin anfordern, um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen medizinischen Abteilungen zu verbessern (= interdisziplinäre Zusammenarbeit).

Ernährungstherapie

Ernährungstherapie bedeutet,dass

auf Grund einer ernährungsabhängigen Erkrankung Maßnahmen ergriffen werden, um eine Verbesserung oder eine Heilung der Erkrankung oder deren Symptome zu erreichen.

Beispiel: Im Zusammenhang einer Mangelernährung kommt es zu Abnahme der körpereigenen Muskelmasse. Als Maßnahme wird beim Essen und Trinken auf eine hochkalorische und besonders eiweißreiche Ernährung geachtet. Das Ziel der Therapie ist die Gewichtsabnahme zu stoppen und die Abnahme der Muskelkraft zu beenden. So dass die Betroffenen wieder zu Kräften kommen, um mit weiteren Therapeuten beispielsweise ein Gehtraining aufzunehmen.

Diät

Diät bedeutet,

dass der Körper in seinem Essalltag sich so ernährt und sein Lebenführt, dass Körper und Geist zu mehr Wohlbefinden kommen (laut Hippokrates).

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen wie Diabetes, Zöliakie, Laktoseintoleranz ist das Schlüsselwort die richtige Nahrungsauswahl. Keineswegs sind damit Crash-Diäten gemeint, die nur kurzfristige Erfolge bringen und oft mit einer großen Gewichtsabnahme werben.

Adipositas OP

Adipositas OP’s sind sogenannte baraitrische oder metabolische OP’s, die bei einer Behandlung von krankhaftem Übergwicht (BMI > 35) angewandt werden. Verschiedene Operationstechniken stehen zur Verfügung, die der behandelnde Arzt speziell auf den Patienten abstimmt. Bevor operiert wird, sind eine Anzahl von Voraussetzungen zur Erfüllen, damit die Krankenkasse den Eingriff und die Folgebehandlung übernimmt. Die Zahl der bariatrischen OP’s nimmt in den letzten 5 Jahren zu. Weitere Informationen zur Behandlung von krankhafter Adipositas finden Sie unter folgender Leitlinie

http://www.adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/Leitlinien/050-001l_S3_Adipositas_Praevention_Therapie_2014-11.pdf

Schluckstörungen

Schluckstörung, auch Dysphagie bezeichnet, tritt häufig nach einem Schlaganfall, dementiellen Erkrankungen oder in Folge von Hals-Kopf-Tumoren auf. Angeboren sind sie bei Erkrankungen, die mit einer Muskelschwäche einhergehen, wie das „Down Syndrom“ auch als Trisomie 21 bekannt. Neben einer intensiven logopädischen Betreuung, sind diätetische Hilfen zur Beschaffenheit des Essens notwendig, um das lebensgefährliche Verschlucken zu vermeiden.

Mangelernährung

Als Mangelernährung bezeichnet man die unzureichende Qualität und/oder Quantität der Nahrung. Als Teufelskreis von Verschlechterung des Gesundheitszustandes, daraus resultierender Appetitmangel, weitere der Medikamentengabe folgt eine zunehmende Krankheitsverschlechterung und der Heilungsprozess verzögert sich. Besonders betroffen sind Personen, die in stationären Pflegeeinrichtungen untergebracht sind oder Krebspatienten, nach kräftezehrenden Chemo- und Strahlentherapien, sowie Dialysepatienten.